Dr. Tim Rau hat auf dem 12. Deutschen Fleisch Kongress der dfv Mediengruppe einen Vortrag aus Sicht von Beratungsunternehmen auf die Fleischindustrie gehalten. Ein kurzer Bericht darüber ist in der allgemeinen fleischer zeitung 48/2017 vom 29. November erschienen:

„Dr. Tim Rau von den Rau Consultants berichtete aus seiner täglichen Beratungs- und Vermittlungsarbeit in der Lebensmittelindustrie. Die deutsche Fleischwirtschaft bezeichnete er als enorm technologie-affin und qualitätsorientiert. International werde sie weiter wachsen. Gleichzeitig sei die Branche männlich, geprägt durch einen starken Anteil an Praktikern und einen hohen Altersdurchschnitt. „Wenn sie nicht schon da ist, wird hier eine riesige Lücke aufgehen“, sagte der Personalvermittler voraus. Die Branche kennt es zum Teil schon: Fachkräfte- und Nachwuchsmangel sind die Folge. Nicht gerade imagefördernd sind die Gehälter in der Fleischwirtschaft, nach den Worten Raus die niedrigsten in der gesamten Lebensmittelwirtschaft. Eine Ausnahme bildeten nur die Top-Positionen bei den großen Unternehmen. Bei den potenziellen Kandidaten liefere die Branche zudem ein extrem konservatives Bild ab, was oft noch durch die emotionsgeladene Diskussion um den Fleischkonsum flankiert werde. „Dabei ist die Fleischindustrie deutlich nachhaltiger, als man es ihr nachsagt“, hielt der Berater fest, „da wird ja quasi nichts weggeschmissen“. Die „Vielfalt“ wählte Rau als Schlüsselwort für seine Empfehlungen für die Branche. Die Fleischwirtschaft müsse sich mehr öffnen für Kandidaten außerhalb ihres eigenen Segments, sich öffnen für frisches Denken, Impulse, neue Horizonte. Außerdem warb er für mehr Frauen in der Branche, marktgerechte Gehälter und ein gezieltes Employer Branding.“

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