Fallbeispiel: Change Management

Change Management bei IT-Projekten der BMW Group.

 

Die Ausgangslage:

Zusätzliche 20% der Wertschöpfung im sogenannten Produktentstehungsprozess der BMW Group sollten auf Zulieferer verlagert werden, um Kapazitäten für die anstehende Produktoffensive ab 2006 zu schaffen und sich auf die Kerneigenleistungen zu konzentrieren.
Entsprechende Prozesse und IT-Systeme wurden konzipiert und entwickelt, um neue Zusammenarbeitsformen zu unterstützen. Von den Entwicklungen waren zehntausende Mitarbeiter der BMW Group und der Zulieferer betroffen.
Die Rau Consultants wurden beauftragt, den schnell wirksamen und nachhaltigen Rollout der IT-Systeme bzw. das Change Management zu unterstützen. Zeithorizont waren 1 ½ Jahre. Die Change Management Aktivitäten mussten sich aus den bestehenden IT-Projektbudgets finanzieren.

Beitrag der Rau Consultants:

In der Analysephase wurden durch sogenannte Resistance-Checks mögliche oder zu erwartende Widerstände im Rollout identifiziert. Durch Change-Impact-, Kapital- und Stakeholderanalysen wurde überprüft, ob alle relevanten Akteure berücksichtigt und geeignet beteiligt werden. Als ein Ergebnis konnte ermittelt werden, dass die Hürde des Nicht-Wollens im allgemeinen die höchste und die am meisten verschleierte war. Änderungen des eigenen Rollenbilds und zu wenig wahrgenommene Beteiligung in die Veränderungsprozesse waren vor allem die Gründe dafür.

Auf Basis der Analyseergebnisse wurden für Einzelprojekte und Programme Veränderungsteams gebildet. Neben den Experten waren nun auch Entscheider, Multiplikatoren und vor allem Anwender in die Prozesse mit einbezogen. Die Betroffenen wurden damit an der Gestaltung ihrer eigenen Arbeitsprozesse und Systeme beteiligt. Rolloutpläne wurden je Einzelprojekt entwickelt und auf Programmebene synergetisch konsolidiert. Informations-, Mobilisierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen auf Anwenderebene sowie Enabler und kulturelle Änderungen auf Organisationsebene wurden aufgesetzt. Es wurde auf konzertierte Pläne mit Highlight- und Klammerveranstaltungen geachtet, die ein Maximum an Wirkung und Schwungmasse bewirken.

Die Umsetzung der Maßnahmen war mehrstufig (z.B. Multiplikatoren- und Train-the-Trainer-Konzepte) und dezentral, d.h. an allen Standorten der BMW Group und relevanter Zulieferer. Dadurch konnte ein schnell wirksamer Rollout mit breiter, tragfähiger Basis geschaffen werden. Durch Einsatz von Change- und Nutzencontrolling konnte auch das weiche Thema „Change Management“ hart steuerbar gemacht werden.

Die Rau Consultants waren mit einem überschaubaren Team in den erfolgskritischen Phasen vor Ort, um grundsätzliche Prinzipien des Change Managements und Methodeninput zu liefern. In der sogenannten Change-Werkstatt wurden langfristig wirksame Methodenkompetenzen des Change Managements vermittelt und angewandt.

Nutzen für die BMW Group:

Über 15 IT-Rollouts mit mehreren zehntausend Anwendern konnten schneller und kostengünstiger als geplant ausgerollt werden. Die nachhaltige Wirksamkeit der neuen Prozesse und Systeme war gewährleistet, weil nicht nur „oberflächlich“ IT-Systeme ausgerollt, sondern die Anwender als Menschen in den Mittelpunkt gerückt und aktiv beteiligt wurden.
Somit wurde der Entwickler zum Manager eines verteilten Entwicklungsprozesses, der Zulieferer zum integrierten Entwicklungspartner und der Einkäufer zum Manager von Partnernetzwerken. Die entsprechenden Prozesse und IT-Systeme haben die Anwender in ihrer Rolle effizient unterstützt.

Link zum Artikel der Automobil Produktion, Ausgabe 02/2006.

Ansprechpartner:

Bei Fragen und Anmerkungen zu unserer Vorgehensweise im Change Management stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an Dr. Tim Rau.



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